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Historische Fotografie in Paris – erleben und erlernen | Julian Salinas


  • Cité internationale des arts 18 Rue de l'Hôtel de Ville Paris, IDF, 75004 Frankreich (Karte)

HISTORISCHE FOTOGRAFIE IN PARIS ERLEBEN
Licht, Zeit und Silber,

ANMELDUNG ZUM WORKSHOP

Die 1839 in Paris vorgestellte Daguerreotypie gilt als Beginn einer völlig neuen Epoche: Erstmals konnte ein Bild nicht nur mit der Hand, sondern durch Licht selbst festgehalten werden. Dieser Schritt veränderte nicht nur Kunst und Wissenschaft, sondern auch unser Verhältnis zur Welt und zu uns selbst.

In diesem Workshop tauchen wir in die experimentelle Atmosphäre jener Zeit ein. Wir arbeiten mit historischen oder alternativen fotografischen Verfahren, die in direkter Linie zur Daguerreotypie stehen – vom Prinzip der Camera Obscura über lichtempfindliche Materialien bis hin zu handgefertigten Abzügen. Durch das bewusste Erleben von Belichtungszeiten, chemischen Prozessen und der Materialität des Bildträgers erleben die Teilnehmenden die Fotografie nicht nur als technisches Medium, sondern auch als sinnliche und körperliche Erfahrung.

Das Ziel ist nicht die perfekte Reproduktion eines alten Verfahrens, sondern das Verstehen seiner ästhetischen und konzeptuellen Dimensionen: Wie verändert sich die Wahrnehmung, wenn ein Bild Minuten braucht, um zu entstehen? Wie beeinflusst das Material unsere Vorstellung von Realität und Erinnerung?

Der Workshop verbindet historische Perspektive mit künstlerischer Praxis und eröffnet einen Raum, in dem Fotografie wieder als das erlebt wird, was sie zu Beginn war: ein magisches Zusammenspiel von Licht, Zeit und Materie.

Während des Workshops besteht die Möglichkeit, mit analogen Großformat Kameras im Format 4×5 Inch sowie 13×18 cm zu arbeiten. Die Belichtung erfolgt direkt auf Schwarzweiß- und Farbfotopapier sowie auf Negativmaterial.

Orte und Themen

  • Cité internationale des arts 18 Rue de l'Hôtel de Ville, 75004 Paris
    Atelier von Julian Salinas mit begehbarer Camera Obscura und Workshop Raum

  • Studio Cui Cui 1 Rue Meissonnier, 93500 Pantin
    Studio für Kollodium-Fotografie, Workshop-Raum. Hier werden wir die Möglichkeit haben, verschiedene historische Verfahren praktisch auszuprobieren.
    Website

  • Musée des Arts et Métiers 60 Rue Réaumur, 75003 Paris
    Hier befindet sich die originale Camera Obscura von Daguerre sowie eines der ältesten erhaltenen Exemplare einer Daguerreotypie. Daguerres Diorama war ebenfalls eng mit dieser Institution verbunden. Das Museum zeigt viele wissenschaftliche und technische Errungenschaften, darunter auch Fotografie Kameras des 19. Jahrhunderts.

  • Daguerre-Gedenktafel – Ort der ersten öffentlichen Präsentation der Daguerreotypie 84 Rue du Faubourg Saint-Martin, 75010 Paris (Nähe Place de la République)
    In diesem Gebäude befand sich die Académie des Sciences, wo am 7. Januar 1839 François Arago die Erfindung von Daguerre erstmals der Öffentlichkeit vorstellte – ein historischer Moment für die Fotografie. Heute ist es ein modernes Gebäude, doch eine Plakette erinnert an die historische Bedeutung.

  • Diorama von Daguerre – ehemaliger Standort 4 bis 14 Rue Sanson (heute etwa auf dem Gelände des Square d'Anvers, 75009 Paris)
    Hier stand das Diorama-Theater, das Daguerre gemeinsam mit Charles-Marie Bouton betrieb. Die Verbindung von Licht, Projektion und illusionistischer Darstellung war ein direkter Vorläufer fotografischer Experimente. Das Gebäude wurde 1839 durch einen Brand zerstört, der Ort bleibt jedoch spannend für eine historische Reflexion.

  • Cimetière du Père-Lachaise Division 4, Père-Lachaise-Friedhof, 75020 Paris
    Hier befindet sich das Grab von Louis-Jacques-Mandé Daguerre. Der Friedhof eignet sich sowohl für künstlerische Fotografie als auch für eine stille historische Reflexion.

  • Bibliothèque nationale de France (BnF Richelieu oder François-Mitterrand) Verschiedene Standorte, u.a. Quai François-Mauriac, 75013 Paris
    Die BnF besitzt eine der größten Sammlungen historischer Fotografien, darunter Original-Daguerreotypien und Werke anderer Pioniere wie Nadar, Bayard oder Le Gray.

  • Maison de Nicéphore Niépce Saint-Loup-de-Varennes (bei Chalon-sur-Saône)
    Niépce war Daguerres Partner bei der Entwicklung der Heliografie. Sein Haus liegt außerhalb von Paris, ist jedoch als Tagesausflug mit dem Zug gut erreichbar. Dort befindet sich ein Museum über die Frühzeit der Fotografie.

  • Maison de Daguerre Rue Daguerre, 94360 Bry-sur-Marne
    Hier verbrachte Daguerre seine letzten Lebensjahre. Das örtliche Museum widmet sich seiner Arbeit. Mit der RER A ist es von Paris aus leicht erreichbar.

Eingeschlossene Leistungen

  • 4-tägiger Workshop (wie beschrieben) inklusive Betreuung

  • Analoge Fachkameras 4/5" und 13/18 cm stehen zur Verfügung

  • s/w und Farbfotopapier zum belichten

  • s/w Chemikalien und Durst RCP 20 Farbentwicklungsmaschine

  • Einführung in Adobe Lightroom zur Bearbeitung gescannter Negative und Positive

  • Vorträge und geführte Workshops

Zusätzliche Entgelte / nicht enthalten

  • Anreise und Übernachtungen individuell

  • Verpflegung und Getränke

  • U-Bahn Tickets: ca. 62 Euro / 3 Tage

  • Persönliche Ausgaben

  • Reiseversicherungen

MITNEHMEN

  • Analoge Kamera (optional, nur wenn vorhanden) mit Objektiven

  • Laptop mit installiertem Adobe Lightroom und Photoshop

DETAILLIERTES PROGRAMM

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SPRACHE Deutsch / Englisch

PREIS CHF 1598.–

TEILNEHMER minimal 2, maximal 6 Personen

MEETING POINT MI 22.04.2026, 9:00 h, Cité internationale des arts 18 Rue de l'Hôtel de Ville, 75004 Paris

HOTELS → Auswahl auf Booking.com in der Nähe des Studios

ANMELDESCHLUSS SA 28.02.2026


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